Kazuo Hasegawa war ein japanischer Film- und Theaterschauspieler. Von 1927 bis 1963 wirkte er in über 300 Filmen mit. 1927 trat er dem Shochiku-Studio bei und gab unter dem Namen Chōjirō Hayashi sein Filmdebüt in „Chigo no kenpō“. Sein gutes Aussehen und sein eleganter Kampfstil machten ihn zu einem der größten Stars des Jidaigeki-Genres. Innerhalb von elf Jahren wirkte er in über 120 Filmen für Shochiku mit, wobei die besten Werke unter der Regie von Teinosuke Kinugasa entstanden. 1937 wechselte er zum Toho-Studio. Am 11. November desselben Jahres wurde er jedoch von Rowdys angegriffen und ihm mit Rasierklingen ins Gesicht geschnitten. Laut dem Historiker Daisuke Miyao wurde allgemein angenommen, dass dieser gewaltsame Vorfall Shochikus Vergeltungsmaßnahme für Hayashis vermeintlichen Verrat war, obwohl es keine eindeutigen Beweise dafür gab. Er erholte sich und nahm wieder seinen richtigen Namen Kazuo Hasegawa an. Hasegawa wirkte in zahlreichen erfolgreichen Filmen für Toho mit, darunter mehrere Filme mit nationalpolitischer Botschaft und chinesischem Schauplatz, wie „Das Lied der weißen Orchidee“ (1939) und „China-Nacht“ (1940) mit Ri Koran als Co-Star. 1950 wechselte er zu Daiei Film und spielte weiterhin in der beliebten Zenigata-Heiji-Reihe.