Gakuto Oshiro (geboren am 4. Juli 1973), besser bekannt unter seinem Künstlernamen Gackt, ist ein japanischer Singer-Songwriter, Musiker, Musikproduzent und Schauspieler. Gackts Vater und Mutter waren beide Musiklehrer. Er ist das zweite von drei Kindern und hat eine ältere Schwester und einen jüngeren Bruder. Seine musikalische Ausbildung begann früh; bereits mit drei Jahren lernte er klassische Musiktheorie und Klavier. Nachdem er in seiner Jugend mit Rockmusik in Berührung gekommen war, übte er intensiv E-Gitarre und Schlagzeug. Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er als Tontechniker und Studiomusiker, Mitte der 90er-Jahre startete er seine Karriere als Sänger. Er spielte kurzzeitig in der Independent-Band Cains:Feel, bevor er zur Visual-Kei-Rockband Malice Mizer wechselte. Mit Gackt als Sänger, Texter und Komponist erlangte die Band innerhalb des Visual-Kei-Genres große Bekanntheit. 1999 verließ er die Band und startete seine Solokarriere mit der EP „Mizérable“. Seitdem hat er neun Studioalben, acht Kompilationsalben und 44 Singles veröffentlicht. Er tourte ausgiebig in Japan sowie in ganz Asien und Europa. Mit einer über 15-jährigen, beeindruckenden Karriere und 43 aufeinanderfolgenden Singles in den Top Ten der Oricon-Charts gilt er als der erfolgreichste männliche Solokünstler der japanischen Musikgeschichte. Ein Markenzeichen seiner Produktionen ist die Verwendung umfassender, konzeptioneller und teils abstrakter Themen wie „Mond“ und „Requiem und Reminiscence“, aus denen er eine Reihe von zusammenhängenden Liedern, Konzerten, Filmen, Büchern und Theaterstücken entwickelte. Um diese Idee zu beschreiben, kombinierte er die Wörter „visuell“, „live“ (Konzert) und „lebendig“ zum Begriff „Visualive“. Dieser verweist auf das eindrucksvolle und immersive Erlebnis, das er für sein Publikum schaffen möchte. Neben seiner Musikkarriere hat Gackt auch in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Sein erstes Kinoprojekt, „Moon Child“ (2003), schrieb er selbst und spielte die Hauptrolle. Der Film wurde 2003 bei den Filmfestspielen von Cannes und 2004 beim Philadelphia Film Festival gezeigt. 2007 erhielt er den TV Navi Award als bester Nebendarsteller in einem Drama für seine Darstellung des mächtigen Feudalherrn Kenshin Uesugi in der NHK-Serie „The Trusted Confidant“ (2007). Eine seiner bemerkenswertesten Leistungen war die des Samurai-Protagonisten Yoshi in Guy Moshes Film „Bunraku“ (2010), in dem er an der Seite von Josh Hartnett, Woody Harrelson, Ron Perlman und Demi Moore spielte. Seine Darstellung des unheimlichen Eunuchen Jo Teigai in der NHK-Fernsehserie „Tempest“ (2011) wurde im darauffolgenden Jahr in „Gekijouban Tenpesuto 3D“ (2012) verfilmt. Gackts zahlreiche Sprechrollen umfassen Animationsfilme wie „Dragon Age: Dawn of the Seeker“ (2012) und Videospiele, darunter zwei aus der beliebten Final-Fantasy-VII-Reihe: „Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII“ (2006) und „Crisis Core: Final Fantasy VII“ (2007).